Sehenswürdigkeiten auf Big Island

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Big Island hat einiges zu bieten und ist am besten mit einem Mietwagen zu erkunden. Der nahezu perfekte Sightseeing – Tag könnte hierbei irgendwie so aussehen:

Vielleicht wird man aufgrund des jetlag sowieso mitten in der Nacht wach und hat so Gelegenheit sehr früh das Haus zu verlassen. So gegen drei Uhr wäre wohl angemessen um mit dem Mietwagen auf den Mauna Kea zu fahren. Ach ja, unbedingt warm anziehen!!! Die Fahrt auf den Gipfel des Berges ist ausschließlich mit einem 4×4 Fahrzeug erlaubt und nur manche Mietwagen-Gesellschaften erlauben das überhaupt. Das solltet ihr vorab prüfen. Nicht dass euch der Ranger verpfeift und ihr auch nach eine Strafe zahlen müsst, denn bei allem was mit Security und vermeintlich ‘wichtigen’ Jobs zu tun hat sind sie hier genauso pingelig wie auf dem Festland. Hat man es dann auf den Gipfel geschafft hat man neben einem fantastischen Sternenhimmel auch noch den Blick auf eine Sternwarte und eine fantastische Aussicht. Von hier den Sonnenaufgang zu sehen ist einfach fantastisch. Im Winter bietet der Mauna Kea sogar die Möglichkeit zum Skifahren denn es liegt Schnee auf der Spitze und am Strand kann gebadet werden. Und das alles innerhalb von drei Stunden. Das beschreibt schon ziemlich gut die klimatische Vielfalt der Insel.

Nach dem Sonnenaufgang bietet es sich an als nächste Station Frühstücken zu gehen. Man kann entweder nach Süden weiterfahren und südlich von Kailua im Aloha Café ein tolles Frühstück genießen, oder im Idealfall die Fahrt über die Insel in Richtung Norden fortsetzen. So gelangt man nach Hawi und kann dort in einem der tollen Cafés sein Frühstück genießen. Weiter über den Norden gelangt man zu den Akaka Falls, in Regenwald gelegenen Wasserfällen. Unweit von hier befinden sich am Waipio-Valley sowie Black Sands Beach tolle Möglichkeiten auch einmal ins Wasser zu steigen und tolle Bilder zu machen.

Folgt man der Straße kommt man nach Hilo, die regenreichste Stadt in den USA in der ich bislang nichts wirklich besonders Erwähnenswertes entdeckt habe. Das muss jedoch nicht heißen, dass es das dort nicht gibt. Da man auf Big Island schon froh sein kann, wenn man mal 55 Meilen fahren darf, kommt man hier nicht ganz so schnell voran und sollte einen Tag nicht in deutschen Maßstäben planen. Vielleicht kommt Mangan dem Tag gar nicht bis Hilo. Mit Badestop im Norden oder an einem der an der Strecke liegenden, unter der Woche nur kaum besuchten Strände, kann die zeit so schnell Vergehen, dass man sich vielleicht nach dem VIII Valley schon für die rückfahrt entscheidet.

Auf dem Rückweg trifft man dann auf die Parker Ranch, lange Zeit die größte Ranch in den USA und zwar noch bevor man im “Wilden Westen” wusste was ein Cowboy überhaupt ist. Die Ranch liegt in der Nähe von Waimea und steht hin und wieder auch Besuchern offen. Neben der Viehzucht sind Tourismus und Kaffee sowie Bananen die Haupteinnahmequellen der Region und ich kann eine Fahrt über die Old Kona Coffee Road nur empfehlen.

Ein weiteres Highlight ist mit Sicherheit der Volcano National Park, denn Big Island gehört zu einer der wenigen Plätze der Erde, an der ständig heißes Magma aus dem Boden tritt. Mal mehr, mal weniger, vergrößert es Jahr um Jahr die Inselfläche ein wenig. Je nach starke des sind Öffnungszeiten und Absperrungen flexibel. Einfach vorher nochmal im Internet nachsehen.

Zum shoppen bietet sich Waikoloa an. Hier findet man nahezu alles für den kleinen und großen Geldbeutel. Wer in Kona noch nicht gefunden hat was er sucht, wird hier vielleicht Glück haben.

Big Island hat wirklich einiges zu bieten und es lohnt sich auch einmal die ursprüngliche Kultur ein wenig kennenzulernen, die man an einigen Plätzen sieht. Im Idealfall hat man vier volle Tage um in Ruhe über die Insel Touren zu können und von einer Unterkunft zur nächsten weiter zu ziehen. Ist man dann schonmal in Mitten des Pazifik, sollten die anderen Inseln, Maui, Oahu und Kauai nicht versäumt werden. Auch die kleinste bewohnte Insel, Lanaii hat einiges zu bieten. In Kürze gibt es mehr dazu.

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