Berlin Kreuzberg – kulinarische Genüsse.

Nachdem ich ja ein halbes Jahr im Nordosten der Stadt gewohnt habe, bin ich nun seit einem Monat in Kreuzberg und es ist echt interessant hier. Mit meiner Vorliebe für die orientalische Küche und deren Gewürze und Gerüche, fühle ich mich hier ziemlich wohl, wobei die sozialen Unterschiede hier schon deutlich spürbar sind. Irgendwie leben diverse Subkulturen direkt nebeneinander und nehmen sich teilweise überhaupt nicht wahr, bzw. begegnen sich quasi überhaupt nicht. Irgendwie ziemlich schräg, dass der Bettler am Straßenrand und der Geschäftsmann mit dem R8 im Hof sich hier täglich begegnen in einem Umfeld welches als … ich würde mal sagen “vom turbulenten Leben gezeichnet” … deutlich erkennbar ist.

Hier ist auch mein Arbeitsplatz und wenn ich morgens aus der U-bahn die Treppen hochsteige und in die Adalbertstraße gehe, riecht es teilweise nach Abfällen wenn die lokalen Geschäfts- und Restaurantbesitzer alles sauber machen. An der Kreuzung zur Oranienstraße heißt es dann aufatmen . Ein Laden mit frischen Schnittblumen gibt sein Bestes um zwischen den mit Postern und Plakaten vollgeklebten und mit Tags und Graffitis beschmierten Wänden eine kleine “Oase” in der Großstadt anzubieten. Irgendwie reizvoll. Auf dem Nachhause-Weg dann bietet sich ein ganz anders Bild. Volle Straßenlokale, es riecht nach frischem Essen und viele junge Menschen genießen das Zusammensein. Gleiche Eindrücke kann man bereits zur Mittagszeit sammeln.

An Imbissen, Restaurants und Lokalen mangelt es hier definitiv nicht und die Küche könnte unterschiedlicher kaum sein. Gerne versuche ich mal ein paar subjektive Eindrücke zusammenzufassen. Am ersten Arbeitstag war ich mit einem Kollegen bei Hasir, einem Restaurant mit traditionellen türkischen Gerichten. Mir hat es wirklich sehr gut geschmeckt und alleine schon, dass ich jeden Morgen den frischen, riesig großen,noch gefrorenen Dönerspieß sehe, ist für mich Aussage genug, dass man es sich hier schmecken lassen kann. Zudem sind bereits am Morgen die ersten Personen zum Frühstück einer traditionellen Suppe im Lokal anzutreffen. Wobei ich mich hier immer wieder an eine Erfahrung meiner Reise vom letzten Jahr erinnert fühle. “Überraschungssuppe” wäre hier wohl der richtige Titel  für einen irgendwann einmal erscheinenden Artikel zum Thema.

Direkt über die Straße gibt es Hasir Burger, der einfach fantastisch schmeckt. Man sieht dank der offenen Küche sogar wie das Fleisch genau zubereitet wird und in Burgerform gebracht wird. Jeder Burger wird individuell zubereitet und die Wartezeiten sind human. Auch hier ein “echt empfehlenswert!” von meiner Seite. Ein wenig die Oranienstraße runter und ums Eck, gibt es den Milchladen in dem es leckere Gerichte mit Bio-touch gibt. So ist die Quiche mit Salat beispielsweise ein beliebtes Mittagsgericht. Im Kuchenkaiser gibt es wechselnde Mittagstische und dabei traditionelle deutsche Küche. Sicherlich gibt es noch viele Lokale mehr und von einigen weiß ich noch nicht mal den Namen. Ein Update wird hier also auch zwingend erforderlich sein. Bis dahin wünsche ich viel Spaß beim erkunden der Möglichkeiten.

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